Bergrettung
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unser neues Einsatzfahrzeug






 

Gründungsgeschichte

Die Gründungsgeschichte und Tätigkeiten im Gründungsjahr 1963

Mit Ende der 50er und Anfangs der 60er Jahre war in den Gemeinden Scheffau und Ellmau ein sprunghaftes Ansteigen des Fremdenverkehrs festzustellen und damit auch ein Zuwachs an alpinen Unfällen. Aus der zwangslosen Zusammenarbeit des Gendarmariepostens aus Söll und einigen Bergsteigern aus Scheffau, bildete sich eine Art inoffizieller Bergrettungsdienst.

Durch besonderen Einsatz des Ortsstellenleiters Toni Werner aus Kitzbühel und den Gründungsmitgliedern Adolf Aschenwald, Peter und Hansi Feger, Horst Haselsberger, Hans Haselsberger, Gerhard und Edi Told sowie Dr. Ludwig Rameis konnte am 02. November 1963 im Gasthof Weberbauer die Ortstelle Scheffau gegründet werden.

  1. Adolf Aschenwald wurde zum Leiter der Ortstelle gewählt,
  2. Hans Haselsberger als Ortstellenleiter Stelllvertreter und Gerätewart,
  3. Peter Feger als Schriftführer und Kassier,
  4. Horst Haselsberger als Einsatzleiter
  5. Dr. Ludwig Rameis als Ortsstellenarzt

Die erste wichtige Zusammenkunft nach der Gründungsversammlung erfolgte am 10 Dezember 1963.

Die junge Ortstelle erklärte sich bereit, zum alpinen Rettungsdienst zusätzlich den Rettungsbereitschaftsdienst auf der Schiabfahrt zu übernehmen. Der Ortstelle fehlten anfangs sämtliche Rettungsgeräte. Der Bedarf wurde aus privaten Beständen gedeckt, während Dr. Ludwig Rameis für Verbandsmaterial sorgte. Mehrmalige Ansuchen an Gemeinden und Verkehrsverbänden waren notwendig, um wenigstens für die behelfungsmäßige Rettungstechnik Geräte zu beschaffen.



 

Chronik der Bergrettung Scheffau


Einsatz Kopftörlgrat
24.09.2005

Nach Alarmierung durch den Hüttenwirt Ernst Erhart wurde am Kopftörlgrat bei schlechtesten Wetterverhältnissen eine Bergung durchgeführt. Trotz der Warnung des Wirtes brachen zwei junge deutsche Bergsteiger am 17.06. zum Kopftörl auf und wollten den Kopftörlgrat bis zur Ellmauer-Halt überschreiten.

Da in der Nacht vom 17. auf den 18.06. eine Schlechtwetterfront hereinbrach und es zu schneien begann, verständigte der Hüttenwirt am 18.06. in den Morgenstunden die Bergrettung.

Wir stiegen sofort auf und querten den Kopftörlgrat bei schwierigsten Bedingungen bis wir das Mädchen total erschöpft beim Kapuzenturm antrafen. Sie saß trotz Schneetreiben und Kälte alleine in einer Nische. Ihr Freund hatte sie in den Morgenstunden verlassen und wollte Hilfe holen.

Nach längerem Aufwärmen und einigen frischen und trockenen Bekleidungsgegenständen konnte sie mit Hilfe den Weg zur Ellmauer-Halt fortsetzen. Der Abstieg vom Gipfel zur Gruttenhütte dauerte bis 17.00 Uhr. Dr. Rameis versorgte das Mädchen am Einstieg zur Ellmauer-Halt.

Ihr Freund wurde am Nachmittag von einer Suchmannschaft gefunden und wurde ebenfalls zur Gruttenhütte begleitet. Nicht nur die beiden Geborgenen, sondern auch die Einsatzmannschaft war froh bei diesem Wetter wieder in einem warmen Raum zu sitzen.

Sehr schwierige Bergung aus dem Ellmauer-Tor
06.01.2003

Zwei Kufsteiner Bergrettungsmänner wollten eine Winterbegehung im Ellmauer Tor machen. Aufgrund des schlechten Wetters und des Neuschnees kehrten sie ca 100 Meter unterhalb des Ellmauer-Tores um und wollten mit den Schiern zur Wochenbrunneralm abfahren. Nach wenigen Metern kam von den Törlspitzen eine Lawine und begrub einen der beiden bis zum Hals.

Sein Freund konnte den Verschütteten ausgraben, wobei sich herausstellte, daß er sich eine offen US-Fraktur zugezogen hatte. Nachdem er seinen Freund versorgt und ein Schneeloch gegraben hatte, fuhr er mit den Schiern zum Gasthof Wochen brunn ab und verständigte die Bergrettung.

Nach dem Abtransport des Verletzten durch die Bergrettungsmänner aus Kufstein und Scheffau zur Gaudeamushütte mittels Schiverschraubung, konnte er mit einem Loipengerät des Tourismusverbandes Ellmau bis zum Gasthof Wochenbrunn transportiert und dem Roten Kreuz übergeben werden, das ihn ins KH-Kufstein brachte.

Bei dieser Bergung hat sich die gute Zusammenarbeit innerhalb der Ortsstelle bestens bewährt. Weiters gebührt auch dem Tourismusverband Ellmau sowie dem Fahrer des Loipengerätes Mathias Haselsberger großer Dank, denn die Bergung hätte bei diesen Verhältnissen sicher einige Stunden länger gedauert.

30 jähriges Bestandsjubiläum
11.09.1993

Kleines Fest bei der EinsatzsteIle der Bergrettung Scheffau zum 30 jährigen Bestandjubiläum der OrtssteIle. Sämtliche Geräte und Einsatzfahrzeuge wurden Interessierten vorgestellt. Neben Ehrengästen erschienen an diesem Tage zahlreiche Förderer der Bergrettung Scheffau.

Peter Treichl und Bernhard Salvenmoser werden als Bergrettungsmänner aufgenommen
24.08.1993

Aufstellung des Gipfelkreuzes am Treffauer
27.06.1993

An diesem Tag wurtie das Gipfelkreuz zum Andenken an unsere verstorbenen Berg- rettungskameraden auf dem Treffauer aufgestellt und eingeweiht



Einsatz Kübelkar
11.06.1993

Einsatz der Bergrettung unterhalb der Karlspitze im Kübelkar. Ein Bergsteiger war auf dem Altschnee zu Sturz gekommen und zog sich dabei schwere Schädelverletzungen zu. Nach der Versorgung durch die Bergrettungsmänner wurde er zur Gaudeamushütte mit der Gebirgstrage abtransportiert.

Der Abtransport mit dem Hubschrauber war wegen Nebel und starkem Regen der in Hagelschlag sowie Schneetreiben überging nicht möglich. Dr.Othmar Kuen aus Ellmau versorgte den Verletzten auf der Gaudeamushütte, da es am Unfallort und während des Transportes auf- grund ungünstiger Witterung nicht möglich war. Der Verletzte wurde anschließend mit der Rettung ins KH-St.Johann gebracht.

Transport des Gipfelkreuzes
06.06.1993

Transport des Gipfelkreuzes mit dem Hubschrauber auf den Gipfel des Treffauers. Dabei wurde zugleich das Fundament betoniert.

Gipfelkreuz Treffauer
05.06.1993

Das von Hans Hofer aus Unken zum Selbstkostenpreis gebaute Gipfelkreuz wurde mit dem Pinzgauer auf die Gruttenhütte gebracht. Um ca 21.00 Uhr wurde der Fahrweg zur Gruttenhütte durch einen Felssturz mehrere Meter hoch verschüttet und wir mußten das Einsatzfahrzeug auf der Hütte stehen lassen.

In den darauffolgenden Tagen fand die Räumung des Weges mit einem Bagger statt, wobei immer wieder lockeres Gestein von der Abbruchsteile abgesprengt werden mußte. Diese Arbeiten führte Johann Steiner als Sprengmeister und einige Mitglieder der Ortsstelle durch.

Dr. Hans-Jörg Lechner wurde als Bergrettungsmann aufgenommen
02.12.1992

Franz Oberhofer jun. und Leo Strele wurden als Bergrettunsmänner augenommen
24.08.1992

Bergrettungsbezirksübung auf der Gruttenhütte
15.06.1992

Nach dem gemeinsamen Aufstieg zum Kopftört stürzte Rudi Ploner aus unbekannten Gründen in das Kübelkar ab und war sofort tot. Der Hubschrauber C4 aus St. Johann barg den Toten mit zwei Flugrettem aus der Ortsstelle Scheffau und brachte ihn nach Ellmau. Die Bezirksübung wurde sofort abgebrochen. Rudi Ploner war als langjähriger Bergführer und Bergrettungsmann bei vielen Bergungen dabei und ein sehr geschätztes Mitglied in den Reihen der Bergrettung.


Schwierige Bergung aus der Leuchsturm-Südwand mit C4 aus St. Johann
01.10.1991

Ein Bergsteiger stürzte in das Seil und konnte nicht mehr weiter. Er verletzte sich dabei schwer. Mit dem Hubschrauber C 4 konnte ein Teil der Einsatzmannschaft, ca 10 Meter unterhalb des Verletzten, mit dem Tau abge- setzt werden. Eine Teilbergung durch die Mannschaft war wegen des Nebels notwendig. Nachdem man den Verletzten und seinen Begleiter ca 20 Meter abgeseilt hatte, konnte er vom Hubschrauber mit dem Bergetau zur Gruttenhütte geflogen werden.

Während der Notarzt den Abgestüzten versorgte, wurde die komplette Einsatzmannschaft mittels Bergetau ebenfalls zur Gruttenhütte geflogen. Der Ver- letzte wurde nach dem Transport ins KH-St. Johann einige Tage stationär aufgenommen.

Große Suchaktion im Schigebiet Brandstadl
23.02.1991

Als um 21.00 Uhr der Begleiter des Vermißten die Bergrettung alarmierte, begann man mit der Suchaktion. Um 2.00 Uhr wurde sie abgebrochen und um 7.30 Uhr des 24.02. wieder aufgenommen. Als man den Vermißten nicht fand, besprach man das weitere Vorgehen mit der inzwischen eingetroffenen Muttter des Vermißten.

Um einen besseren Überblick über das unwegsame Gelände des Breuergraben zu bekommen, entschloß man sich, nach Aufklärung der Mutter über die entstehenden Kosten eines Suchfluges, den Hubschrauber Heli 1 zu verständigen. Dabei konnte der Vermißte auch nicht gefunden werden.

In der Zwischenzeit erschien der Schifahrer leicht angeheitert bei der Talstation der Bergbahn Scheffau. Auf die Frage wo er sich seit dem 23.03. 20.00 Uhr aufgehalten habe, erklärte er, daß er mit einer Gruppe nach Kufstein gefahren war, dort übernachtete und am nächsten Tag wieder im Brandstadlgebiet schigefahren war.

Nach der Rechnungsstellung durch die Landesleitung, mußte mit dem Vermißten über den Betrag noch prozessiert werden, weil "ER" die Suchaktion nicht veranlaßt hatte. Solche Aktionen erleben die Bergrettungsmänner der Ortsstelle, speziell im Winter, immer wieder.

Weihnachtsfeier
22.12.1990

Markus Sappl, Edi Haselsberger und Hemrmann Aschenwald organisierten mit Freundinnen im Bergrettungsraum eine Weihnachtsfeier.

Einsatz Wiesberg
23.10.1990

Ein älterer Bergsteiger stürzte am Wiesberg und verletzte sich dabei schwer. Er zog sich einen Becken sowie Wirbelbruch zu. Er mußte mit der Gebirgstrage geborgen werden, weil ein Einsatz des Hubschraubers aufgrund von Regen und Nebel nicht möglich war.


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ALPIN-NOTRUF 140
Bergrettung Scheffau-Söllandl

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